Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, prüft die Hamburg Wasser Schadensersatzansprüche gegen zwei ehemalige Geschäftsführer. Die Ex-Chefs der Hamburg Wasser sollen persönlich haften.

Gegenstand der Prüfung soll vor allem die extreme Verteuerung der Kosten beim Bau der Klärschlammanlage Vera II sein. Die Kosten für das Klärschlammprojekt Vera II explodierten von ursprünglich EUR 200 Mio. auf EUR 297,2 Mio.), wobei interne Dokumente sogar von EUR 327,1 Mio. bis zu EUR 380 Mio. Euro sprechen (Bund der Steuerzahler).
Der Bund der Steuerzahler Hamburg kritisierte, dass Hamburg Wasser die Öffentlichkeit bewusst getäuscht habe – sowohl bei der Höhe der Mehrkosten als auch bei den wahren Gründen für die extreme Kostensteigerung. Interne Frühwarnungen von einem der beiden Geschäftsführer wurden offenbar ignoriert, die interne Projektkommunikation war lückenhaft und ein Controlling nicht erkennbar.

Beide Geschäftsführer kündigten am 6. März 2025 an, ihre Verträge nicht zu verlängern, und wurden am 19. März 2025 vorzeitig vom Aufsichtsrat abberufen (Hamburg Wasser).